Historie:
Das Benediktinerinnenkloster mit der Klosterkirche Preetz ist eines der bedeutendsten Kunstdenkmale unseres Landes und Kleinod im Kreis Plön.
Es wurde 1216 durch Albrecht von Orlamünde zu Ehren der Jungfrau Maria und Johannes des Täufers gestiftet. Nach mehrfachem Ortswechsel (Marienfelde, Erpesfelde und Lutterbeke) wurden Kloster und Kirche 1261 an den heutigen Platz verlegt.
Die jetzige Kirche wurde 1325-1340 erbaut, nachdem ihre Vorgängerin 1307 durch ein Feuer zerstört wurde.
Vornehmlich Lübecker Bürger und ritterschaftliche Familien führten ihre Töchter dem Benediktinerinnen-Konvent zu und bedachten das Kloster mit großzügigen Stiftungen.
Das Kloster lag an der alten Handelsstraße von Lübeck nach Schleswig. Reisende, die während der beschwerlichen Reise erkrankten, wurden im so genannten „Sekenhus" (Siechenhaus) aufgenommen und gesund gepflegt.
Schon1526 wurde ein lutherischer Prediger besoldet, doch vollzog sich der Übergang zur neuen Lehre langsam und ohne Zwang.
Nach der Reformation begannen die Landesherren Kirchen- und Klostergut einzuziehen. Nur der mächtigen schleswig-holsteinischen Ritterschaft war es zu verdanken, dass das Kloster Preetz in ein Damenstift für die Töchter der Ritterschaft umgewandelt werden konnte.
Zwischen 1847 und 1849 wurden die Klausurgebäude und der Kreutzgang wegen Baufälligkeit abgerissen.
Vom ursprünglichen Klosterbesitz sind heute - nach Ablösung der Erbpachtverhältnisse und zwei Bodenreformen - noch etwa 1600 ha Land und Waldbesitz geblieben. Die Bewirtschaftung dieser Flächen sowie die Vermietung der klostereigenen Immobilien ist heute die Hauptaufgabe der Klosterverwaltung.
Die Klosterordnung von 1636, die Christian IV. dem Kloster gab, ist noch heute die Grundlage der Klosterverfassung.